Die deutsche Geschichte ist reich an Beispielen über das Entstehen und Zugrundegehen von Gemeinwesen, Ländern und Staaten. Doch wenige sind so
prägend für Deutschland – bis in unsere heutige Zeit – wie der Aufstieg und Niedergang Preußens. In fünf Vorträgen gibt die Reihe einen Überblick über Eckpunkte der preußischen Geschichte.
Behandelt werden Fragen wie:
- Warum kamen die Hohenzollern überhaupt nach Berlin?
- Wie wurde Brandenburg zu Preußen?
- Wer waren der „Große Kurfürst“ und der „Alte Fritz“?
- Wieso endete Preußen qua Gesetz?

In diesem Seminar sollen aktuelle Diskussionen rund um den Begriff der „Fake News“ gemeinsam diskutiert werden. Ziel ist es, einen Überblick über die verschiedenen Verwendungsweisen, die rhetorischen Strategien und die politischen Implikationen des Begriffs zu erhalten, um sich so besser in den entsprechenden Debatten orientieren zu können.

Effi Briest (1896) ist Fontanes berühmtester Gesellschaftsroman. Die unglückliche Geschichte der gleichnamigen Protagonistin, deren Lebensentwurf am Konflikt zwischen Freiheitsdrang, Rollenerwartung und sozialen Zwängen scheitert, wurde vielfältig rezipiert – nicht zuletzt im Medium Film, mit insgesamt 5 Verfilmungen zwischen 1939 und 2009. Im Rahmen des Seminars werden wir uns mit Fontanes Roman und dessen medialen Umsetzungen auseinandersetzen. Die erarbeiteten Ergebnisse werden in einem Workshop im Filmmuseum Potsdam gemeinsam mit der Medienpädagogin Beate Rabe und dem Germanisten Dr. Christian Ernst (OVGU) diskutiert. Kenntnisse des Romans werden nicht vorausgesetzt, sind aber hilfreich. Die Filme stehen Ihnen im Büro 106 zur Verfügung.

Als Ausgangspunkt der Vorlesungsreihe gilt ein Satz, den man in der Dauerausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums in Leipzig lesen kann: „Das Buch ist nicht nur Informationsspeicher, sondern eine komplexe Erscheinung.“ Die verschiedenen Beiträge sollen eine Annäherung an das Buch als „komplexe Erscheinung“ ermöglichen. Zur Sprache kommen Vertreter*innen des Buchhandels, der Verlagswelt, der Bibliotheken, aber auch verschiedener Institutionen, die sich auf unterschiedlichen Ebenen mit der Vermittlung des Buchs als materielles und symbolisches Objekt auseinandersetzen. Die Vorträge spannen dabei den Bogen von der Vorgeschichte des Buches bis hin zu dessen Zukunft im digitalen Zeitalter.


Moodle ist der Name der zentralen e-Learning Plattform der Otto-von-Guericke Universität. Lehrende nutzen sie, um digitale Lehr- und Lernräume einzurichten, Materialien bereitzustellen, kooperativ mit den Studierenden zu arbeiten oder themenspezifisch zu kommunizieren. Die Plattform wird besonders in den Veranstaltungen im Direktstudium eingesetzt, etwa in Vorlesungen oder Seminaren. Als Studierende können Sie die eingerichteten Moodle-Kurse unabhängig von Ort und Zeit nutzen und so beispielsweise von zuhause auf die bereitgestellten Unterrichtsmaterialen zugreifen oder Lernaufgaben mit Ihren Kommilitonen*innen lösen.

Dieser Kurs führt in die grundlegenden Funktionen von Moodle ein. Bitte beachten Sie, dass Sie nur einen Zugang zur e-Learning Plattform erhalten, wenn Sie zuvor Ihre OVGU-Mailaccount freigeschaltet haben, da Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort benötigen, um sich bei Moodle anzumelden.

Die Veranstaltung richtet sich primär an diejenigen, die verstärkt im Direktstudium Kurse besuchen.

Der Erzähler in Thomas Manns Novelle „Mario und der Zauberer“ (1930) bemüht bei seiner Beschreibung des ‚unerhörten Ereignisses‘, welches sich während der Show eines Hypnotiseurs im italienischen Badeort Torre ereignet, durchgängig Begriffe wie „Stimmung“, „Atmosphäre“, „Trägheit“, „Faszination“ und „Ansteckung“. Es handelt sich dabei um verschiedene Formen bzw. Erfahrungen der ‚Ergriffenheit’, der ‚Berührung‘ und des ‚Agiert-werdens‘, die von Anfang an die Erzählung durchziehen und während der Vorstellung des „Zauberers“ Cipolla ihren Höhepunkt erreichen. Ihre Wirkung lässt sich bis hin zur eigentümlichen Position des Erzählers, die von Passivität und Hilflosigkeit geprägt ist, verfolgen. Erst am Ende löst sich die ‚aufgeladene‘ Atmosphäre gewaltsam auf: „Ein Ende mit Schrecken, ein höchst fatales Ende. Und ein befreiendes Ende dennoch, – ich konnte und kann nicht umhin, es so zu empfinden!“

Indem eine rationale Erklärung der Ereignisse nicht geliefert wird, tritt die Ambivalenz der beschriebenen Phänomene in den Vordergrund. Der Text kann als Allegorie des Faschismus und der entsprechenden Massendynamiken gelesen werden, aber auch als Künstlernovelle oder als ästhetische Reflexion über das Verhältnis von Freiheit, Wille und Notwendigkeit oder über die Verbindungen, die Okkultismus, Macht und Gewalt eingehen können. In den Vorträgen soll diese Ambivalenz ausgehend vom Begriff der ‚Faszination‘ gemeinsam diskutiert werden.

Die Veranstaltung dient zugleich als Einübung in die Nutzung der e-learning Plattform moodle.

Textgrundlage: Thomas Mann: „Mario und der Zauberer“ [1930]. In: Ders.: Die Erzählungen. Frankfurt/Main 1997, S. 690-743. Die Textgrundlage sowie andere Materialien werden über moodle zur Verfügung gestellt.

Wir bringen euch die Grundlagen rund um das Arbeiten mit den PC und dem Internet bei!